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: Verschärfung Nichtraucherschutz

Gesunde Arbeit: Verschärfung des Nichtraucherschutzes 2018

Seit 1. Mai 2018 ist die Novelle des §30 des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes – kurz ASchG – in Kraft. Nach langer Diskussion stellt sie einen Kompromiss dar, denn ein allgemeiner Nichtraucherschutz konnte nicht durchgesetzt werden. Matthias Gräf von smokecorner.de erklärt, was sich geändert hat und was man als Arbeitgeber wissen muss.

Rauchverbot in Betrieben

In Betrieben von Werkstätten bis hin zu Büros herrscht mit der Novelle des ASchG nun endgültig ein generelles Rauchverbot, das darauf ausgerichtet ist, Nichtraucher vor Tabakrauch zu schützen.

Nichtraucherschutz
Der Nichtraucherschutz gilt auch für Bereiche wie das Stiegenhaus oder den Eingangsbereich

Es tritt dann in Kraft, wenn auch nur ein Nichtraucher in einem Betrieb arbeitet. Selbst, wenn dieser eine Nichtraucher seinem Einverständnis zum Rauchen Ausdruck verleiht, ist dies nicht genug, um das Rauchverbot aufzuheben.

Der Nichtraucherschutz gilt nicht nur für die Büros oder Werkstätten selbst, sondern erstreckt sich auch auf andere Bereiche wie den Eingangsbereich und die Stiegenhäuser. Darüber hinaus sind neben Tabakzigaretten auch E-Zigaretten und Wasserpfeifen von dem Rauchverbot betroffen.

Rauchen in der Gastronomie

Bekanntermaßen hat sich das generelle Rauchverbot in der Gastronomie nicht durchgesetzt. Allerdings ist doch auch die Gastronomie Arbeitsstätte vieler Menschen vom Koch bis zur Bedienung. Wie verhält es sich hier mit dem Nichtraucherschutz?

Tatsächlich ist der Schutz für nichtrauchende Arbeitnehmer nicht im gleichen Maße gewährleistet wie in anderen Betrieben, obwohl Gaststätten laut Gewerbeordnung ebenfalls als Betriebe gelten. Lediglich als Empfehlung steht im Raum, den Schutz minderjähriger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten. Möglich ist die beispielsweise, indem sie überwiegend im Nichtraucherbereich tätig sind.

Wo darf noch geraucht werden?

Im Falle eines solchen Gesetzes stellt sich selbstverständlich die Frage danach, ob und wo Raucher überhaupt noch zum Genuss ihrer Raucherpause kommen. Das Gesetz sieht an dieser Stelle spezielle Raucherräume vor, die strengen Auflagen entsprechen müssen. Sie können nur dann eingerichtet werden, wenn der Betrieb aus mehreren abgetrennten Räumen besteht.

Neben Arbeitsräumen sind Aufenthalts-, Bereitschafts- und Sanitätsräume sowie Umkleideräume nicht als Raucherzimmer vorgesehen. Wichtig ist zudem, dass der Rauch nicht auf angrenzende Bereiche übergehen darf. Eine gute Belüftung ist also Grundvoraussetzung.

Eine Option sind auch Raucherkabinen, mit denen betrieblicher Nichtraucherschutz sinnvoll gestaltet werden kann, ohne dass rauchende Mitarbeiter stets den Weg nach draußen antreten müssen. Raucherkabinen von SmokeCorner beispielsweise gewährleisten sicheren Einsatz ohne Schadstoffbelastung für die Umgebung mit und ohne Tür.

Ebenfalls weiterhin gestattet ist das Rauchen in Betrieben, in denen ausnahmslos alle Mitarbeiter selbst Raucher sind. Doch auch hier gilt eine Einschränkung: Geraucht werden darf nur, wenn im Betrieb kein Kundenverkehr stattfindet.