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Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz, kurz NEUFÖG, gilt für Neugründungen seit dem 1. Mai 1999 und befreit Unternehmens-Neugründungen unter gewissen Voraussetzungen von Abgaben und Gebühren.

Wer wird von dem NEUFÖG begünstigt?

Neugründer eines gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betriebes oder Einzelunternehmer, die sich vorher in keinem vergleichbaren Betrieb betätigt haben. Es muss sich in der Tat um eine Neugründung handeln. Ausgenommen sind auch bloße Inhaberwechsel oder Änderungen der Rechtsform.

Weiterhin können auch Betriebsübertragungen vom NEUFÖG profitieren. Dabei muss es sich um eine entgeltliche oder unentgeltliche Betriebsübertragung handeln und der neue Betriebsinhaber darf sich nicht in vergleichbarer betrieblicher Tätigkeit betätigt haben.

Was wird gefördert?

Bei der Förderung handelt es sich, wie oben schon erwähnt, um eine Befreiung von Gebühren, die bei einer Neugründung erhoben werden.

So wird zum Beispiel eine Befreiung von Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben gewährt, um die Neugründungskosten zu senken. Unter diese Abgaben fallen Gewerbeanmeldungen, Befähigungen, Geschäftsführerbestellungen und andere amtliche Genehmigungen.

Unternehmer, die als Gründungseinlage ein betrieblich zu nutzendes Grundstück einbringen, können von einem Freibetrag der Grunderwerbssteuer profitieren (bis 75.000 €). Weiterhin gibt es Freibeträge für Gerichtsgebühren, Grundbucheinträge und die Gesellschaftssteuer.

Während der ersten 36 Monate nach der Gründung kann der Betrieb von gewissen Lohnnebenkosten befreit werden. Die Dauer dieser Befreiung ist auf 12 Monate beschränkt und betrifft die ersten drei angestellten Arbeitnehmer. Die Befreiung reduziert sich auf den Familienlastenausgleichfonds, auf Wohnbauförderungsbeiträge, die der Arbeitgeber leistet, auf die gesetzliche Unfallversicherung und die Kammerumlage 2, insgesamt etwa 6%.

Was ist für die Befreiung nötig?

Um sich von der Zahlung dieser Beiträge befreien zu lassen, bedarf es einer Bestätigung. Für diese muss der Neugründer vorab eine Beratung in Anspruch nehmen, welche durch die jeweilige gesetzliche Interessenvertretung angeboten wird, sprich die Wirtschaftskammern, oder besser gesagt: der Gründerservice der Kammern.

Direkt nach dem Gespräch wird eine Bestätigung ausgestellt, die so genannte „Erklärung der Neugründung“. Diese muss dem Formular NeuFö2 beigelegt werden.

Sobald ein Arbeitnehmer beschäftigt wird, sollte ein Steuerberater hinzugezogen und auf die Beantragung von der Befreiung durch NEUFÖG hingewiesen werden, um die Lohnnebenkosten richtig verbuchen zu können.