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Gewinnermittlungsarten

Die verschiedenen Gewinnermittlungsarten

Die betriebliche Gewinnermittlungsart hängt meistens von der Größe des Umsatzes oder der Geschäftsvorfälle ab. Kleinunternehmer machen eine simplere Gewinnermittlung als börsenorientierte Unternehmen. Bei der Gewinnermittlung sollten die Unternehmen Rücksprache mit einem Steuerberater halten, um keine Fehler zu begehen, die ein falsches Jahresresultat zur Folge haben.

Betriebsvermögensvergleich – eingeschränkt und uneingeschränkt

Der Betriebsvermögensvergleich ist wohl die klassischste Form der Gewinn- und Verlustrechnung. Hier werden Betriebseinnahmen und -ausgaben miteinander verrechnet und ergeben somit den Gewinn oder den Verlust des Geschäftsjahres. Die Vorfälle werden unabhängig vom Zeitpunkt der Bezahlung registriert.

Dieser wird in der Bilanz durch das Gegenüberstellen von Aktiva und Passiva ermittelt und verringert oder vergrößert sich auch nicht durch Entnahmen oder Einlagen.

Der Unterschied zwischen eingeschränktem und uneingeschränktem Betriebsvermögensvergleich ist, dass rechnungslegungspflichtige Unternehmen dem uneingeschränkten Betriebsvermögensvergleich nach §5 des Einkommenssteuergesetzes unterliegen.

Der unvollständige Betriebsvermögensvergleich wird von Land- und Forstwirten, Selbstständigen, die freiwillig Buch führen, und von Gewerbetreibenden vorgenommen.

Einnahmen-/Ausgabenrechnung

Die Methode der Einnahmen- und Ausgabenrechnung eignet sich vor allem für Gewerbetreibende, die die Buchführungsgrenze von 700.000 € nicht überschreiten und Freiberufler, die nicht buchführungspflichtig sind.

Die Betriebseinnahmen und -ausgaben werden im Formular E1a des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen und der Einkommenssteuererklärung beigefügt. Auch hier ist es ratsam, einen Steuerberater zur Seite stehen zu haben, der die Einkommenssteuererklärung samt Einnahmen- und Ausgabenrechnung korrekt erstellen kann.

Gewinn- bzw. Ausgabenpauschalierung

Für Freiberufler und Kleinunternehmer, generell Selbstständige, ist es nicht immer einfach, alle Ausgaben eines Steuerjahres vorzulegen. Auch wenn es sich hierbei um Belege und nicht um eine Buchführung im klassischen Sinne handelt, sind manche Dinge oft nicht nachweisbar. Häufig wird vor allem bei kleinen Barzahlungen vergessen, die Belege zu sammeln, wie beispielsweise Portokosten oder Büromaterialien.

Zur Vereinfachung bietet das Finanzamt nicht buchführungspflichtigen Unternehmern die Möglichkeit zur Pauschalierung. Ausgaben können branchenspezifisch pauschaliert werden. Hierzu werden je nach Berufsgruppe Prozentsätze veröffentlich, die bezüglich des Nettoumsatzes zur Berrechnung der Betriebsausgaben dienen. Die Pauschalierung erspart vor allem Freiberuflern viel Arbeit, dient aber auch Gewerbetreibenden. Lohnaufwand, Miete oder Wareneinkauf können separat aufgelistet werden.