Körperschaftssteuer

Die Körperschaftssteuer

In Österreich unterliegen juristische Personen einer Körperschaftssteuer von 25%. Diese steht im Gegensatz zur Einkommenssteuer, welche das Einkommen von natürlichen Personen besteuert.

juristischen Personen gelten als Körperschaften?

Körperschaften sind rechtsfähige juristische Personen mit Rechten und Pflichten. Dazu zählen Körperschaften des privaten Rechts, wie AG, GmbH, Genossenschaften und Vereine und juristische Personen des öffentlichen Rechts, wie Bund, Länder, Gemeinden oder Religionsgemeinschaften.

Während Körperschaften des privaten Rechts steuerpflichtig sind, müssen Körperschaften des öffentlichen Rechts nur dann Körperschaftssteuer zahlen, wenn sie einer gewerblichen Aktivität nachgehen. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn eine Gemeinde ein Café oder einen Festsaal betreibt.

Die Bemessungsgrundlage

Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer ist das Einkommen, das im Veranlagungszeitraum, üblicherweise einem Kalenderjahr, erzielt wird. Dabei spricht man von Gewinn. Davon werden Verluste aus Vorjahren und mögliche Sonderausgaben abgezogen.

Der Gewinn wird danach mit der Körperschaftssteuer von 25% besteuert. Das Einkommenssteuergesetz, welches als Sonderform auch die Körperschaftssteuer regelt, schreibt vor, wie der Gewinn eines Unternehmens zu ermitteln ist. Ein Steuerberater hilft dabei weiter.

Dabei ist es egal, ob der Gewinn im Unternehmen bleibt oder ausgeschüttet wird, er wird immer mit dem fixen Steuersatz von 25% besteuert.

Neu gegründete Unternehmen sind normalerweise unbeschränkt steuerpflichtig. Eine beschränkte Steuerpflicht besteht nur für Unternehmen, die ihren Sitz und ihre Geschäftsleitung im Ausland haben und auf irgendeine Weise Gewinn in Österreich erwirtschaften.

Gewinnausschüttung

Wird der Gewinn eines Unternehmens an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegt dieser der Kapitalertragssteuer in der Höhe von 25%. Das heißt kurz und knapp, dass ausgeschütteter Gewinn doppelt besteuert wird. Die Kapitalertragssteuer wird vom Unternehmen einbehalten und den Gesellschaftern wird der Nettogewinn ausgezahlt.

Eine Ausnahme gibt es lediglich, wenn es sich bei einem Gesellschafter um eine andere juristische Person handelt. In diesem Fall wird der Bruttogewinn ausgezahlt, welcher mit der Kapitalertragssteuer besteuert werden muss, sobald das Gesellschafter-Unternehmen Gewinn ausschüttet.

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Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz, kurz NEUFÖG, gilt für Neugründungen seit dem 1. Mai 1999 und befreit Unternehmens-Neugründungen unter gewissen Voraussetzungen von Abgaben und Gebühren.

Wer wird von dem NEUFÖG begünstigt?

Neugründer eines gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betriebes oder Einzelunternehmer, die sich vorher in keinem vergleichbaren Betrieb betätigt haben. Es muss sich in der Tat um eine Neugründung handeln. Ausgenommen sind auch bloße Inhaberwechsel oder Änderungen der Rechtsform.

Weiterhin können auch Betriebsübertragungen vom NEUFÖG profitieren. Dabei muss es sich um eine entgeltliche oder unentgeltliche Betriebsübertragung handeln und der neue Betriebsinhaber darf sich nicht in vergleichbarer betrieblicher Tätigkeit betätigt haben.

Was wird gefördert?

Bei der Förderung handelt es sich, wie oben schon erwähnt, um eine Befreiung von Gebühren, die bei einer Neugründung erhoben werden.

So wird zum Beispiel eine Befreiung von Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben gewährt, um die Neugründungskosten zu senken. Unter diese Abgaben fallen Gewerbeanmeldungen, Befähigungen, Geschäftsführerbestellungen und andere amtliche Genehmigungen.

Unternehmer, die als Gründungseinlage ein betrieblich zu nutzendes Grundstück einbringen, können von einem Freibetrag der Grunderwerbssteuer profitieren (bis 75.000 €). Weiterhin gibt es Freibeträge für Gerichtsgebühren, Grundbucheinträge und die Gesellschaftssteuer.

Während der ersten 36 Monate nach der Gründung kann der Betrieb von gewissen Lohnnebenkosten befreit werden. Die Dauer dieser Befreiung ist auf 12 Monate beschränkt und betrifft die ersten drei angestellten Arbeitnehmer. Die Befreiung reduziert sich auf den Familienlastenausgleichfonds, auf Wohnbauförderungsbeiträge, die der Arbeitgeber leistet, auf die gesetzliche Unfallversicherung und die Kammerumlage 2, insgesamt etwa 6%.

Was ist für die Befreiung nötig?

Um sich von der Zahlung dieser Beiträge befreien zu lassen, bedarf es einer Bestätigung. Für diese muss der Neugründer vorab eine Beratung in Anspruch nehmen, welche durch die jeweilige gesetzliche Interessenvertretung angeboten wird, sprich die Wirtschaftskammern, oder besser gesagt: der Gründerservice der Kammern.

Direkt nach dem Gespräch wird eine Bestätigung ausgestellt, die so genannte „Erklärung der Neugründung“. Diese muss dem Formular NeuFö2 beigelegt werden.

Sobald ein Arbeitnehmer beschäftigt wird, sollte ein Steuerberater hinzugezogen und auf die Beantragung von der Befreiung durch NEUFÖG hingewiesen werden, um die Lohnnebenkosten richtig verbuchen zu können.

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unternehmensgründung-richtig-durchstarten

Unternehmensgründung: Richtig durchstarten!

Zuerst kommt die Idee. Menschen mit unternehmerischen Denken wollen diese auch gerne häufig in die Tat umsetzen. Nicht jeder kann aus einer Idee ein Geschäftskonzept zu machen – aber für entschiedene Neugründer gibt es zahlreiche Hilfestellungen, die den Unternehmer bei der Umsetzung der Idee in ein gut arbeitendes Geschäftskonzept unterstützen.

Gut informiert ist halb gewonnen

Vielen Menschen fällt es schwer zu starten. Dabei stellen die Wirtschaftskammern ausreichend Information und Servicepunkte zur Verfügung, die dem Neugründer bei Entscheidungen helfen können.

Zur Darstellung der Geschäftsidee sollte ein Businessplan ausgearbeitet werden. Nur wenige Menschen haben in der Praxis tatsächlich schon einmal einen Businessplan geschrieben, von daher ist es nicht verkehrt, sich auf Seminaren und in persönlicher Beratung über die Ausarbeitung des Geschäftsplans zu informieren. Entsprechende Informationsveranstaltungen werden in regelmäßigen Abständen von der Jungen Wirtschaft Österreichs und der Wirtschaftskammer an verschiedenen Standorten organisiert.

Für die Themen Finanzierung und Steuern sollte ein Beratungsgespräch mit einem Steuerberater geführt werden. Dieser berät nicht nur in Hinsicht der Gründung, sondern auch hinsichtlich der Körperschaftswahl des Unternehmens.

Der Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich

Die Webseite des Gründerservice Österreich bietet bereits viele nützliche Informationen zum Thema Gründen. Beginnend mit der Geschäftsidee werden die verschiedensten Themen angeschnitten.

Nicht jedem Menschen liegt es, Risiken auf sich zu nehmen. Dazu sollte ein Unternehmer aber durchaus zu bereit sein. Beim „Unternehmertest“ des Gründerservice können interessierte Menschen mit Fragen aus den verschiedensten Themenbereichen testen, ob sie für das Unternehmertum geeignet sind.

Aber auch zum Thema Geschäftsidee findet man einiges. Viele Menschen suchen nach einer außergewöhnlichen Idee, verlieren dabei aber aus den Augen, dass das Geschäftskonzept entscheidend ist. Dieses beinhaltet nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung dieser. Dass es dabei zu erheblichen Unterschieden kommen kann, ist vielen Menschen nicht immer bewusst, kann aber mit Beispielen aus der Wirtschaft einfach veranschaulicht werden. So unterscheidet sich Apple im Geschäftskonzept erheblich vom Riesen Microsoft und gewinnt dadurch an Vorteil.

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Rechtsform und Besteuerung

Rechtsform und Besteuerung

Vor einer Unternehmensgründung sollten sich Selbstständige und Neugründer darüber informieren, welche Rechtsform in Bezug auf Haftungs- und Steuerbelange für sie am vorteilhaftesten ist. Das ist von Fall zu Fall verschieden. Hier ist Hilfe vom Fachmann gefragt – ein sachkundiger Steuerberater kann weiterhelfen und die Unternehmensgründung in die Wege leiten.

Welche Rechtsform ist die richtige?

Bei der Auswahl der Rechtsform sollte zunächst entschieden werden, ob es sich um eine Personen- oder Kapitalgesellschaft handeln sollte.

Personengesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sich mehrere Personen zusammenschließen, um sich selbstständig unternehmerisch zu betätigen. Dabei haften diese Personen, genauer gesagt, die Gesellschafter, mit ihrem eigenen Vermögen gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft.

Personengesellschaften haben nur geringe Gründungskosten, allerdings ist das unternehmerische Risiko bei einer Personengesellschaft höher, da mindestens einer der Gesellschafter unbeschränkt mit Hab und Gut für das Unternehmen haftet. Trotzdem ist die Gründung einer Personengesellschaft günstiger: es ist weder eine Mindestkapitaleinlage wie bei der GmbH nötig, noch ist der Gesellschaftsvertrag notariatsaktpflichtig. Diese Kosten entfallen damit.

Im Gegensatz dazu stehen die Kapitalgesellschaften, wie die eher bei größeren Unternehmen vorkommende Aktiengesellschaft und die GmbH, die sich im deutschsprachigen Raum als Gesellschaftsmodell für kleine und mittlere Unternehmen durchgesetzt hat.

Die GmbH haftet mit ihrem Eigenkapital, welches bei Gründung zumindest 35.000 € betragen muss. Dieser Betrag muss nur zur Hälfte effektiv vorhanden sein, die andere Hälfte kann in Form von Fahrzeugen, Patenten und anderen Aktiven bei der Gründung mit eingebracht werden.

Die GmbH genießt in Österreich als solide Unternehmensform ein grosses Ansehen. Gesellschafter haften nur eingeschränkt mit ihrem Vermögen, das heisst, solange der Geschäftsführer immer im Interesse des Unternehmens handelt und Verluste nicht auf Unverantwortlichkeit zurückzuführen sind, haftet das Unternehmen mit dem Stammkapital.

Die Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften

Nicht nur bei der Unternehmensgründung, auch bei der Besteuerung gibt es Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften.

Bei den Personengesellschaften ist das Steuersubjekt nicht das Unternehmen, sondern die Gesellschafter selbst. Beim Jahresabschluss wird der Gewinn oder Verlust auf die Gesellschafter nach Beteiligungsverhältnissen verteilt und über die Einkommenssteuer versteuert.

Die GmbH unterliegt der Körperschaftssteuer, welche in Österreich derzeit 25% beträgt und damit im europäischen Vergleich recht günstig ist. Dividenden, die an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, werden über die Kapitalertragssteuer versteuert, welche ebenso 25% beträgt.

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GmbH Light

Die GmbH Light

Die GmbH Light trat am 1. Juli 2013 in Kraft. Bei dieser Form der GmbH reduziert sich das Mindeststammkapital von Neugründungen auf 10.000 €. Damit soll Neugründern ein Ansporn gegeben werden. Weiterhin hat das verminderte Stammkapital zufolge, dass notarielle Gründungskosten geringer ausfallen. Das geringere Stammkapital kann für Gesellschafter im Falle einer Insolvenz unvorteilhaft sein, denn in gewissen Fällen haftet der Geschäftsführer einer GmbH auch mit seinem Privatvermögen. Das kommt auf den Verschuldungsgrad und vor allem auf den Verschuldungsgrund an.

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Steuern in Österreich

Österreichische Unternehmen zahlen zu viele Steuern

Im europäischen und internationalen Vergleich zahlen österreichische Unternehmen zu viele Steuern. Ob Kleinst- oder Großunternehmen: Steuern und Abgaben sind in Österreich vergleichsweise hoch und liegen über dem europäischen Durchschnitt.

Zwar liegt die Körperschaftssteuer lediglich bei 25%, jedoch machen es die Lohnnebenkosten für viele Unternehmen schwierig, mehr Mitarbeiter einzustellen. Es besteht Handlungsbedarf, um heimische Unternehmen nicht an das umliegende und vorteilhafter besteuerte Ausland zu verlieren.

Forderung: keine neuen Steuern mehr

Für die heimische Wirtschaft ist es klar: Es dürfen keine neuen Unternehmenssteuern oder -abgaben eingeführt werden. Die Abgabenquote der österreichischen Unternehmen liegt im europäischen Vergleich bei etwa 43% des Bruttoinlandproduktes, während der Durchschnitt der Eurozone bei nur 40% liegt. Diese Abgabenquote beinhaltet Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Auch bei den Lohnnebenkosten liegt Österreich laut WKO deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Aktuell summieren sich zum Bruttolohn noch 37% Lohnnebenkosten, die der Arbeitgeber zusätzlich zu leisten hat. Dahingegen liegt der EU-Durchschnitt bei nur etwa 32% – Deutschland bei lediglich 27%. Deshalb spricht sich die WKO klar für eine Steuerentlastung heimischer Unternehmen aus.

Nach Rechnungen der Wirtschaftskammer Österreich schadet auch ein Anheben der Vermögenssteuer Österreich als Wirtschaftsstandort. So kostet es dem BIP laut Rechnungen der WKO einen Rückgang von -0,65 %, wenn die Vermögenssteuer 1 Milliarde Euro mehr einnimmt.

Sich unbedingt gut beraten lassen

Ob Steuern, Abgaben oder Freibeträge: kein Unternehmen sollte mehr Steuern zahlen, als es eigentlich muss Von daher sollte das Thema Steuern und Abgaben von einem qualifizierten Steuerberater in die Hand genommen werden. Eine Steuerkanzlei mit mehr als 20 Jahre Erfahrung finden Sie im Bezirk Schwaz in Tirol. Der Steuerberater Schmid aus dem Raum Schwaz hilft Ihnen so richtig beim Steuern sparen.

Franz Schmid Steuerberater
Kirchgasse 10
6200 Jenbach, Tirol, Österreich
Web: www.schmid-steuerberater.at
e-Mail: franz.schmid@schmid-stb.at
Telefon: 05244 633000

Eine gute Beratung ist schon bei der richtigen Körperschaftsform gefragt. Schon vor Geschäftsbeginn sollte ein Unternehmen mit einem Steuerberater überlegen, welche Körperschaftsform steuerrechtlich am günstigsten ist. Dabei sollten langfristige Ziele nicht aus dem Auge verloren werden.

Es gibt viele Abschreibungsmöglichkeiten und Freibeträge, von denen Firmen profitieren können. So beträgt die Forschungsprämie beispielsweise 10% der eigenbetrieblichen Forschung. Auch die vom Unternehmen in Auftrag gegebene Forschung kann von dieser Prämie profitieren. Weitere Prämien gibt es in den Bereichen Bildung und Ausbildung von Lehrlingen.

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