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Schwarzarbeit Reinigungskraft Österreich

Österreichs Reinigungskräfte: Lohnsteuer motiviert zur Schwarzarbeit

Früher waren Haushaltshilfen ein Luxusgut, das sich nur die Reichen leisten konnten. Tatsächlich kann sich auch heute fast niemand ein stattliches Herrenhaus vorstellen, in dem keine Haushaltshilfe herumwuselt.

Heutzutage jedoch leisten sich auch Angehörige der Mittelschicht immer wieder gerne eine Putzfrau – allerdings oft unversteuert. Die Zahlen sind erschreckend: Gerade mal 5 Prozent der österreichischen Haushaltshilfen werden legal beschäftigt, alle anderen arbeiten schwarz. Damit liegen Putzfrauen im Schwarzmarkt-Ranking nur knapp hinter dem größten Pfuschgewerbe, dem Bau.

Hohe Lohnsteuer motiviert zur Schwarzarbeit

Doch warum arbeiten so viele Haushaltshilfen schwarz? Die Gründe liegen klar auf der Hand: Weil das System viel zu bürokratisch ist und zu hohe Abgaben für legale Arbeit gezahlt werden müssen. Ungefähr 15 Prozent an Abgaben für Sozialversicherung müssen von privaten Haushaltshilfen gezahlt werden. Diese Summe sind viele private Arbeitgeber nicht bereit zu stemmen und beschäftigen ihre Haushaltshilfen daher lieber illegal.

Sie sind auf der Suche nach einer verlässlichen und legalen Putzkraft? Mr. Cleaner ist die Online-Reinigungskraft, wann immer und wo immer Sie sie brauchen. Das Unternehmen mit Sitz in München vermittelt Reinigungsservices in Wien, Bregenz, Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg. Zu den Leistungen gehören z.B. Grundreinigung, Fensterreinigung, Polsterreinigung, Teppichreinigung uvm.

Dienstleistungsschecks als Mittel zur Legalität

Eine Maßnahme, die die Regierung gegen die Schwarzarbeit im Haushalt ergriffen hat, stellt der sogenannte Dienstleistungsscheck dar. Diesen können Arbeitgeber in Trafiken und Postämtern erwerben, um ihre Haushaltshilfen legal zu bezahlen.

Der Vorteil für beide Parteien liegt in diesem Fall bei der inkludierten Unfallversicherung – sollte es zu einem Arbeitsunfall kommen, haftet der Arbeitgeber nicht für den Arbeitnehmer. Für den Arbeitnehmer ergibt sich der Vorteil, dass eine Bezahlung gemäß des vorgeschriebenen Mindestlohns eingehalten werden muss und so nicht die Gefahr eines Betrugs besteht.

Schecks können oft nicht genutzt werden

Die Einkünfte, die mit dem Dienstleistungsscheck nachgewiesen werden, dürfen nicht über die Geringfügigkeitsgrenze von 415 Euro fallen. Für Personen mit anderen Einkommen ist der Scheck also ebenso wenig attraktiv wie für Haushaltshilfen, die Vollzeit beschäftigt sind.

Zudem wird ein großer Teil der Arbeiten in Privathaushalten von Personen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft vorgenommen, die meist keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben – dieser ist jedoch eine grundlegende Voraussetzung für die Nutzung des Dienstleistungsschecks. Für diese Menschen ist die Schwarzarbeit oft der einzige Weg, um Geld zu verdienen. Mit dem Dienstleistungsscheck würden sie quasi von vornherein vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen.

Damit der Dienstleistungsscheck und damit die legale Beschäftigung von Haushaltshilfen mehr Anklang findet, sollte die Politik das Prinzip nochmals überdenken. Denkbare Lösungsvorschläge wären beispielsweise eine Senkung der Abgaben oder eine Aufhebung der Geringfügigkeitsgrenze beim Dienstleistungsscheck, sodass auch Vollzeit Beschäftigte diese Möglichkeit nutzen können.

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Lebenspartner Erbrecht

Hat mein Lebenspartner ein gesetzliches Erbrecht?

Haben Sie schon an die Errichtung Ihrer letztwilligen Verfügung gedacht? Beziehungsweise, hat Ihr Lebenspartner das schon getan? Wenn nicht, sollten Sie unbedingt darüber nachdenken, denn sonst kann es passieren, dass Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über viele Jahre oder auch Jahrzehnte eine wunderbare, stabile Beziehung führen. Heiraten möchten Sie nicht, oder Sie finden, dass es noch nicht an der Zeit dazu ist. Plötzlich verstirbt Ihr Lebenspartner und hat nicht daran gedacht, ein Testament aufsetzen zu lassen.

Wenn Sie zum Notar gehen, dürfte der Schock erst mal tief sitzen: Das gesamte Vermögen fließt an die Kinder aus einer früheren Partnerschaft oder an die Nichten und Neffen des Partners, während Sie leer ausgehen. Hat man als Lebensgefährte denn kein Erbrecht?

Lassen Sie sich unbedingt schnellstmöglich von einem Notar beraten. Sie sind aus Innsbruck? Wenden Sie sich an das Notariat Dr. Christoph Sigl, LLM in der Museumstraße. Dr. Sigl ist spezialisiert auf Erb-, Testaments- und Stiftungsrecht. Weitere Informationen auch auf der offiziellen Homepage.

Lebenspartner gelten vor Gericht als Fremde

Die Annahme, dass Lebensgefährten ohne Trauschein dieselben Rechte haben wie Paare, die den Bund der Ehe eingegangen sind, ist schlichtweg falsch. Im Bereich des Erbrechts gelten Lebenspartner als Fremde, ganz egal, wie viele Jahre das Paar zusammen war oder auch zusammengelebt hat. Lebenspartner haben weder ein gesetzliches Erbrecht, noch den Anspruch auf einen Pflichtanteil.

Dieser Ungerechtigkeit können Sie mit der Errichtung einer letztwilligen Verfügung entgegenwirken, wenn Sie möchten, dass Ihr Partner im Falle Ihres Ablebens begünstigt wird. Wenn Sie dies jedoch unterlassen, hat Ihr Partner keine Ansprüche auf Ihren Nachlass, sondern Ihr gesamtes Vermögen geht an Ihre Kinder, Nichten, Neffen oder andere Verwandte. Wenn Sie keine lebenden Verwandten mehr haben, fließt Ihr Vermögen an den Staat.

Sonderregelungen im Mietrecht

Unter bestimmten Umständen steht Lebenspartnern nach dem Ableben Ihres Lebensgefährten von Mietrecht wegen ein Eintrittsrecht in den Mietvertrag zu, vorausgesetzt, sie haben dort zusammen gelebt. Auch durch die Möglichkeit, gemeinsames Wohnungseigentum zu begründen, kann eine Absicherung des Lebensgefährten erreicht werden.

Neues außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten

Ab 1. Jänner 2017 erhalten Lebenspartner unter gewissen Voraussetzungen ein außerordentliches Erbrecht, nämlich vor dem Erbrecht von Vermächtnisnehmern und bevor der Nachlass an den Staat fällt.

Wenn also keine gesetzlichen oder testamentarischen Erben vorhanden sind, erbt der Lebensgefährte, vorausgesetzt, dieser hat in den letzten drei Jahren mit dem Verstorbenen in einem gemeinsamen Haushalt gelebt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Verstorbene zum Zeitpunkt des Ablebens weder verheiratet, noch in einer eingetragenen Partnerschaft gelebt hat.

Vertrauen Sie jedoch nicht allein auf das neue Erbrecht, sondern kümmern Sie sich darum, dass die Personen begünstigt werden, die Sie begünstigen wollen. Fragen Sie Ihren Notar!

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Körperschaftssteuer

Die Körperschaftssteuer

In Österreich unterliegen juristische Personen einer Körperschaftssteuer von 25%. Diese steht im Gegensatz zur Einkommenssteuer, welche das Einkommen von natürlichen Personen besteuert.

juristischen Personen gelten als Körperschaften?

Körperschaften sind rechtsfähige juristische Personen mit Rechten und Pflichten. Dazu zählen Körperschaften des privaten Rechts, wie AG, GmbH, Genossenschaften und Vereine und juristische Personen des öffentlichen Rechts, wie Bund, Länder, Gemeinden oder Religionsgemeinschaften.

Während Körperschaften des privaten Rechts steuerpflichtig sind, müssen Körperschaften des öffentlichen Rechts nur dann Körperschaftssteuer zahlen, wenn sie einer gewerblichen Aktivität nachgehen. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn eine Gemeinde ein Café oder einen Festsaal betreibt.

Die Bemessungsgrundlage

Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer ist das Einkommen, das im Veranlagungszeitraum, üblicherweise einem Kalenderjahr, erzielt wird. Dabei spricht man von Gewinn. Davon werden Verluste aus Vorjahren und mögliche Sonderausgaben abgezogen.

Der Gewinn wird danach mit der Körperschaftssteuer von 25% besteuert. Das Einkommenssteuergesetz, welches als Sonderform auch die Körperschaftssteuer regelt, schreibt vor, wie der Gewinn eines Unternehmens zu ermitteln ist. Ein Steuerberater hilft dabei weiter.

Dabei ist es egal, ob der Gewinn im Unternehmen bleibt oder ausgeschüttet wird, er wird immer mit dem fixen Steuersatz von 25% besteuert.

Neu gegründete Unternehmen sind normalerweise unbeschränkt steuerpflichtig. Eine beschränkte Steuerpflicht besteht nur für Unternehmen, die ihren Sitz und ihre Geschäftsleitung im Ausland haben und auf irgendeine Weise Gewinn in Österreich erwirtschaften.

Gewinnausschüttung

Wird der Gewinn eines Unternehmens an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegt dieser der Kapitalertragssteuer in der Höhe von 25%. Das heißt kurz und knapp, dass ausgeschütteter Gewinn doppelt besteuert wird. Die Kapitalertragssteuer wird vom Unternehmen einbehalten und den Gesellschaftern wird der Nettogewinn ausgezahlt.

Eine Ausnahme gibt es lediglich, wenn es sich bei einem Gesellschafter um eine andere juristische Person handelt. In diesem Fall wird der Bruttogewinn ausgezahlt, welcher mit der Kapitalertragssteuer besteuert werden muss, sobald das Gesellschafter-Unternehmen Gewinn ausschüttet.

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Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz

Das Neugründungsförderungsgesetz, kurz NEUFÖG, gilt für Neugründungen seit dem 1. Mai 1999 und befreit Unternehmens-Neugründungen unter gewissen Voraussetzungen von Abgaben und Gebühren.

Wer wird von dem NEUFÖG begünstigt?

Neugründer eines gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betriebes oder Einzelunternehmer, die sich vorher in keinem vergleichbaren Betrieb betätigt haben. Es muss sich in der Tat um eine Neugründung handeln. Ausgenommen sind auch bloße Inhaberwechsel oder Änderungen der Rechtsform.

Weiterhin können auch Betriebsübertragungen vom NEUFÖG profitieren. Dabei muss es sich um eine entgeltliche oder unentgeltliche Betriebsübertragung handeln und der neue Betriebsinhaber darf sich nicht in vergleichbarer betrieblicher Tätigkeit betätigt haben.

Was wird gefördert?

Bei der Förderung handelt es sich, wie oben schon erwähnt, um eine Befreiung von Gebühren, die bei einer Neugründung erhoben werden.

So wird zum Beispiel eine Befreiung von Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben gewährt, um die Neugründungskosten zu senken. Unter diese Abgaben fallen Gewerbeanmeldungen, Befähigungen, Geschäftsführerbestellungen und andere amtliche Genehmigungen.

Unternehmer, die als Gründungseinlage ein betrieblich zu nutzendes Grundstück einbringen, können von einem Freibetrag der Grunderwerbssteuer profitieren (bis 75.000 €). Weiterhin gibt es Freibeträge für Gerichtsgebühren, Grundbucheinträge und die Gesellschaftssteuer.

Während der ersten 36 Monate nach der Gründung kann der Betrieb von gewissen Lohnnebenkosten befreit werden. Die Dauer dieser Befreiung ist auf 12 Monate beschränkt und betrifft die ersten drei angestellten Arbeitnehmer. Die Befreiung reduziert sich auf den Familienlastenausgleichfonds, auf Wohnbauförderungsbeiträge, die der Arbeitgeber leistet, auf die gesetzliche Unfallversicherung und die Kammerumlage 2, insgesamt etwa 6%.

Was ist für die Befreiung nötig?

Um sich von der Zahlung dieser Beiträge befreien zu lassen, bedarf es einer Bestätigung. Für diese muss der Neugründer vorab eine Beratung in Anspruch nehmen, welche durch die jeweilige gesetzliche Interessenvertretung angeboten wird, sprich die Wirtschaftskammern, oder besser gesagt: der Gründerservice der Kammern.

Direkt nach dem Gespräch wird eine Bestätigung ausgestellt, die so genannte „Erklärung der Neugründung“. Diese muss dem Formular NeuFö2 beigelegt werden.

Sobald ein Arbeitnehmer beschäftigt wird, sollte ein Steuerberater hinzugezogen und auf die Beantragung von der Befreiung durch NEUFÖG hingewiesen werden, um die Lohnnebenkosten richtig verbuchen zu können.

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unternehmensgründung-richtig-durchstarten

Unternehmensgründung: Richtig durchstarten!

Zuerst kommt die Idee. Menschen mit unternehmerischen Denken wollen diese auch gerne häufig in die Tat umsetzen. Nicht jeder kann aus einer Idee ein Geschäftskonzept zu machen – aber für entschiedene Neugründer gibt es zahlreiche Hilfestellungen, die den Unternehmer bei der Umsetzung der Idee in ein gut arbeitendes Geschäftskonzept unterstützen.

Gut informiert ist halb gewonnen

Vielen Menschen fällt es schwer zu starten. Dabei stellen die Wirtschaftskammern ausreichend Information und Servicepunkte zur Verfügung, die dem Neugründer bei Entscheidungen helfen können.

Zur Darstellung der Geschäftsidee sollte ein Businessplan ausgearbeitet werden. Nur wenige Menschen haben in der Praxis tatsächlich schon einmal einen Businessplan geschrieben, von daher ist es nicht verkehrt, sich auf Seminaren und in persönlicher Beratung über die Ausarbeitung des Geschäftsplans zu informieren. Entsprechende Informationsveranstaltungen werden in regelmäßigen Abständen von der Jungen Wirtschaft Österreichs und der Wirtschaftskammer an verschiedenen Standorten organisiert.

Für die Themen Finanzierung und Steuern sollte ein Beratungsgespräch mit einem Steuerberater geführt werden. Dieser berät nicht nur in Hinsicht der Gründung, sondern auch hinsichtlich der Körperschaftswahl des Unternehmens.

Der Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich

Die Webseite des Gründerservice Österreich bietet bereits viele nützliche Informationen zum Thema Gründen. Beginnend mit der Geschäftsidee werden die verschiedensten Themen angeschnitten.

Nicht jedem Menschen liegt es, Risiken auf sich zu nehmen. Dazu sollte ein Unternehmer aber durchaus zu bereit sein. Beim „Unternehmertest“ des Gründerservice können interessierte Menschen mit Fragen aus den verschiedensten Themenbereichen testen, ob sie für das Unternehmertum geeignet sind.

Aber auch zum Thema Geschäftsidee findet man einiges. Viele Menschen suchen nach einer außergewöhnlichen Idee, verlieren dabei aber aus den Augen, dass das Geschäftskonzept entscheidend ist. Dieses beinhaltet nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung dieser. Dass es dabei zu erheblichen Unterschieden kommen kann, ist vielen Menschen nicht immer bewusst, kann aber mit Beispielen aus der Wirtschaft einfach veranschaulicht werden. So unterscheidet sich Apple im Geschäftskonzept erheblich vom Riesen Microsoft und gewinnt dadurch an Vorteil.

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Rechtsform und Besteuerung

Rechtsform und Besteuerung

Vor einer Unternehmensgründung sollten sich Selbstständige und Neugründer darüber informieren, welche Rechtsform in Bezug auf Haftungs- und Steuerbelange für sie am vorteilhaftesten ist. Das ist von Fall zu Fall verschieden. Hier ist Hilfe vom Fachmann gefragt – ein sachkundiger Steuerberater kann weiterhelfen und die Unternehmensgründung in die Wege leiten.

Welche Rechtsform ist die richtige?

Bei der Auswahl der Rechtsform sollte zunächst entschieden werden, ob es sich um eine Personen- oder Kapitalgesellschaft handeln sollte.

Personengesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sich mehrere Personen zusammenschließen, um sich selbstständig unternehmerisch zu betätigen. Dabei haften diese Personen, genauer gesagt, die Gesellschafter, mit ihrem eigenen Vermögen gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft.

Personengesellschaften haben nur geringe Gründungskosten, allerdings ist das unternehmerische Risiko bei einer Personengesellschaft höher, da mindestens einer der Gesellschafter unbeschränkt mit Hab und Gut für das Unternehmen haftet. Trotzdem ist die Gründung einer Personengesellschaft günstiger: es ist weder eine Mindestkapitaleinlage wie bei der GmbH nötig, noch ist der Gesellschaftsvertrag notariatsaktpflichtig. Diese Kosten entfallen damit.

Im Gegensatz dazu stehen die Kapitalgesellschaften, wie die eher bei größeren Unternehmen vorkommende Aktiengesellschaft und die GmbH, die sich im deutschsprachigen Raum als Gesellschaftsmodell für kleine und mittlere Unternehmen durchgesetzt hat.

Die GmbH haftet mit ihrem Eigenkapital, welches bei Gründung zumindest 35.000 € betragen muss. Dieser Betrag muss nur zur Hälfte effektiv vorhanden sein, die andere Hälfte kann in Form von Fahrzeugen, Patenten und anderen Aktiven bei der Gründung mit eingebracht werden.

Die GmbH genießt in Österreich als solide Unternehmensform ein grosses Ansehen. Gesellschafter haften nur eingeschränkt mit ihrem Vermögen, das heisst, solange der Geschäftsführer immer im Interesse des Unternehmens handelt und Verluste nicht auf Unverantwortlichkeit zurückzuführen sind, haftet das Unternehmen mit dem Stammkapital.

Die Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften

Nicht nur bei der Unternehmensgründung, auch bei der Besteuerung gibt es Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften.

Bei den Personengesellschaften ist das Steuersubjekt nicht das Unternehmen, sondern die Gesellschafter selbst. Beim Jahresabschluss wird der Gewinn oder Verlust auf die Gesellschafter nach Beteiligungsverhältnissen verteilt und über die Einkommenssteuer versteuert.

Die GmbH unterliegt der Körperschaftssteuer, welche in Österreich derzeit 25% beträgt und damit im europäischen Vergleich recht günstig ist. Dividenden, die an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, werden über die Kapitalertragssteuer versteuert, welche ebenso 25% beträgt.

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GmbH Light

Die GmbH Light

Die GmbH Light trat am 1. Juli 2013 in Kraft. Bei dieser Form der GmbH reduziert sich das Mindeststammkapital von Neugründungen auf 10.000 €. Damit soll Neugründern ein Ansporn gegeben werden. Weiterhin hat das verminderte Stammkapital zufolge, dass notarielle Gründungskosten geringer ausfallen. Das geringere Stammkapital kann für Gesellschafter im Falle einer Insolvenz unvorteilhaft sein, denn in gewissen Fällen haftet der Geschäftsführer einer GmbH auch mit seinem Privatvermögen. Das kommt auf den Verschuldungsgrad und vor allem auf den Verschuldungsgrund an.

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